Religiöses und kulturelles Projekt

Das Nonnenkloster in Tibet

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Das Kloster ist von jeher Mittelpunkt der tibetischen Kultur und Zuflucht für die Bedürftigen. Üblicherweise treten bereits Kinder tibetischen Klöstern bei, welche dort bis zum Erwachsenenalter in der tibetisch-buddhistischen Tradition aufgezogen werden. Art’Tibet Cham Sem möchte den Erhalt dieser Tradition durch ein Hilfsprojekt in Tibet unterstützen.
 
 

Es handelt sich hierbei um ein Nonnenkloster, welches sich in der Khamregion in Tibet befindet. Es wurde von Chogyur Lingpa, einem anerkannten tibetischen Meister des 19. Jahrhunderts erbaut.
Konstruiert wurde das Kloster an einem Berghang, den man als einen der Ursprungsorte dieser Überlieferung bezeichnet. Padmasambhava, der den Buddhismus nach Tibet brachte, hielt sich dort viele Jahre mit seinen Anhängern auf. Eine kleine Gruppe von 40 Nonnen lebt heute dort und hat gemeinschaftlich ein Nonnenkloster gegründet.

Ihr spiritueller Meister Orgyen Tobgyal Rinpoche besucht diesen Ort regelmässig, gemeinsam mit Neten Chokling Rinpoche. Rinpoche hat uns sein Erstaunen über die Nonnen mitgeteilt. Er habe selten solch eine arme Klostergemeinschaft gesehen, welche mit so wenig finanzieller Hilfe auskäme, aber sich gleichzeitig so sehr der spitituellen Praxis widme. Diese beiden Meister bemühten sich um den Wiederaufbau dieses Klosters, und baten außerdem Sogyal Rinpoche um Unterstützung. Dieser betraute Art’Tibet Cham Sem mit dem Projekt, und seit 2005 setzen wir uns mit großem Enthusiasmus für diese Gemeinschaft ein.

 

 
Im Kloster leben bisher 40 Frauen, die aus den umgehenden Dörfern stammen. In Zukunft würden sie gern noch mehr Nonnen aufnehmen.
 
 

Sechzehn Nonnen leben im Langzeitretreat. Sherab Chimsor, 83 Jahre alt und von allen sehr respektiert, leitet die Gemeinschaft. Die Nonnen gehören der Nyingma-Linie an, der frühen Schule des tibetischen Buddhismus, welche sich an den Lehren und Meditationen des großen Meisters Chogyur Lingpa orientiert. Das Nonnenkloster und das etwas weiter im Tal liegende Neten-Kloster, verbindet eine tiefe Freundschaft. Ein älterer gelehrter Mönch aus dieser Gemeinschaft besucht das Nonnenkloster regelmäßig, um die Nonnen an Belehrungen teilhaben zu lassen und ihnen Initiationen im Sinne dieser Tradition zu übertragen.

Die Nonnen praktizieren zwei wichtige Meditationszyklen im Jahr : Ein Vajrasattva-Drupchen nach der Tradition von Mindrolling und ein Vajrakilaya-Drupchen nach der Tradition von Ratna Lingpa. Hinzu kommen regelmäßige Avalokiteshvara-Retreats, Nyungné genannt, bei denen mehrere Tage gefastet wird, sowie Kurukulle-Praktiken.

Bevor sich Art’Tibet Cham Sem der Klostergemeinschaft zuwandte, waren die Lebensbedingungen der Nonnen besonders unsicher. Zu dem Zeitpunkt hatten sie keine ausreichende finanzielle Hilfe und waren gezwungen, betteln zu gehen, um sich zu ernähren. Bei den Einheimischen ist jedoch seit altersher noch die Überzeugung verbreitet, Gaben bevorzugt an Mönche zu spenden, und so hatten es die Frauen besonders schwer.

 
 

Zudem hatte das Kloster ein großes Wasserversorgungsproblem während der Sommermonate und die Nonnen mußten einen mehr als zwei Kilometer steilen Weg mit Absturzgefahr hinunter zum Fluß zurücklegen, um an Trinkwasser zu gelangen. Die erste Hilfsaktion Art’Tibet Cham Sems bestand daher in der Finanzierung einer Wasserpumpe und der Installation einer Wasserführung bis zum Kloster.

Es haben nur sehr wenige Nonnen einen eigenen Raum, die meisten von ihnen teilen sich einen Schlafsaal. Paten unseres Vereins haben bereits Bauten von kleinen Holzhäusern finanziert, um dieses Problem zu beheben.

Ziel : Autonomie
Um diesem Klosterleben langfristig eine selbstverwaltende Perspektive zu ermöglichen, und damit die Nonnen ihre täglichen Lebensmitteleinkäufe und Tagesausgaben selbständig bewältigen können, strebt Art’Tibet Cham Sem in ihrem Sinne den Erwerb mehrerer, kleiner Ladenräume in den nahegelegenen Nachbardörfern an.

Diese Läden, deren Bau durch unseren Verein finanziert wird, sollen an lokale Händler vermietet werden und die Einnahmen der Mieten der Nonnengemeinschaft zugute kommen. Die Kosten für dieses Vorhaben betragen insgesamt 700 000 Renminbi, das entspricht etwa 70 000 Euros für den Bau von sieben Läden. Bisher haben wir schon die Mittel für insgesamt zweier solcher Ladenräumlichkeiten durch Spenden erhalten, und hoffen, in den nächsten Jahren das gesamte Projekt abschließen zu können. Trotz ihres noch unsicheren Standes sind die Nonnen fest entschlossen, in ihrer Gemeinschaft in den Bergen zu leben. Es wäre für sie undenkbar, einen solch heiligen Ort, an dem bereits viele große buddhistische Meister gelebt haben, zu verlassen.

Orgyen Tobgyal Rinpoche hat schon oft seine tiefe Anerkennung gegenüber allen Gebern, Patinnen und Paten von Art’Tibet Cham Sem ausgedrückt, und betont, wie sehr Sie als Spender mit Ihrer Großzügigkeit und Solidarität einen wirklich nachhaltigen Nutzen für dieses Nonnenkloster erwirken. Allen Personen, die auf diese Weise Anteil am Wohlergehen der Nonnen in Tibet nehmen, sei versichert, dass sie einen wertvollen Baustein zu einem tiefgründigen und menschlichen Gesamtwerk einbringen.

 
 
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